Generalisierte Angststörung
 
Die generalisierte Angststörung wird bestimmt von einem anhaltenden, diffusen Angstgefühl, für das es keine Erklärung gibt. Diese Ängste werden nicht durch bestimmte Objekte oder Situationen verursacht. Man spricht von einer frei flottierenden Angst.
 
In den meisten Fällen ist der beinhaltet die Angst unbegründete Sorgen und Vorahnungen.
 
Die Angst tritt in einfachen, alltäglichen Situationen auf, sei es beim Friseurbesuch, beim Einkaufen oder bei Ausflügen.
 
Die Angst ist für den Betroffenen unkontrollierbar und kann jederzeit ohne jegliche Vorwarnung auftreten. Die Angst wird damit zu einem ständigen Begleiter und steuert so den Alltag der Betroffenen.
 
So wird der Betroffene teilweise von einem permanenten Angstgefühl verfolgt, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Auch reale Gefahren wie z.B. in der Freizeitgestaltung bei sportlichen Ambitionen, im Straßenverkehr usw. werden weit über das normale Maß hinaus an Bedeutung zugemessen.
 
Dieser Umstand kann die Lebensqualität erheblich einschränken, zumal der Betroffene Angst hat in Situationen zu geraten, die er selbst nicht mehr steuern kann und die Befürchtung hat, dass sein Umfeld auf seine Problematik negativ reagieren könnte.
 
Betroffene können Unruhe, starkes Schwitzen, Zittern, Gefühle der Beklemmung, Muskelanspannungen, Herzklopfen etc.empfinden.
 
Auch Schlafstörungen sind möglich. Ebenso ist es möglich, dass Betroffene Angst davor haben, dass Ihnen oder einer ihnen nahestehenden Person etwas zustoßen könnte, oder leiden unter Existenzängsten, fühlen sich teilweise den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen.
 
Betroffene können unter Konzentrationsschwierigkeiten leiden, leicht reizbar sein, durch die ständige Anspannung kann der Muskeltonus erhöht sein. Das alles geht mit einem erhöhten Leidensdruck einher.
 
Hinzukommt eine erhöhte Erwartungsangst. Man hat also Angst davor, dass erneut Angst- oder Panikattacken erlebt werden müssen. Die Folge davon ist, dass oft gewisse Themen wie z.B. alleine Autofahren vermieden werden. Briefe werden teilweise nicht geöffnet, oder es finden vermehrt Arztbesuche statt.
 
Bleibt die generalisierte Angststörung unbehandelt, so kann sie über Jahre bestehen bleiben.
Deshalb sollten Betroffene entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen.