Neurosen allgemein

Hinter dem Begriff Neurose versteckt sich eine Sammelbezeichnung für viele verschiedene psychische Störungen.

Meist ergeben Untersuchungen, dass hinter diesen Störungen keine körperlichen Ursachen stecken.

Die Erlebnis- und Konfliktverarbeitung ist gestört, so dass bedingt durch dieses Missverhältnis neurotische Störungen entstehen können, besonders wenn bestehende Konflikte nicht verarbeitet wurden. Auch genetische Bereitschaften (familiäre Häufung) und permanente Überforderungen können in der Entwicklung der Neurose eine Roll spielen.

Betroffene fühlen sich durch neurotische Störungen meist stark belastet.

Die Persönlichkeit eines Menschen wird von Kindheit an durch seine persönliche Lebensgeschichte geprägt.

Entstehen in dieser Entwicklungsphase Störungen, können Konflikte entstehen, deren Verarbeitung nicht möglich ist.  So können innere und/oder äußere Konflikte nach innen verlagert werden.

Konflikte können sich auch durch eine lebensverneinende Haltung äußern, oder in Form einer Erwartungshaltung, wie z.B. der Erwartung versorgt zu werden, zeigen. Man fühlt sich vielleicht nicht geliebt, oder hat das Gefühl andere sehr umwerben zu müssen, um Liebe zu empfangen.

Dies führt zu seelischen, psychosozialen oder körperlichen Symptomen. So kann sich diese Entwicklung z.B. durch Angst- und Panikattacken, die sich z.B. durch plötzliches starkes Zittern, Schweißausbrüchen, Todesangst etc. äußern können, Ruhelosigkeit, Beklemmungsgefühle, Atemnot Zwang, depressive Verstimmungen, Zwangsgedanken, Zwangshandlungen etc. äußern. Auch körperliche Symptome wie z.B. Schmerzzustände, Schlafstörungen usw. können im Rahmen neurotischer Erkrankungen auftreten.

Die Neurose kann mit Anspannung, Unruhegefühle und einem Leidensdruck einhergehen.

Neurotische Störungen können in Phasen, aber auch chronisch verlaufen.

Betroffene sind meist jedoch trotz dieser Störungen in der Lage ihr Leben zu bewältigen und die Realität zu erfassen.

Auch Kinder und Jugendliche können von Neurosen betroffen sein. Diese zeigen sich z.B. durch Ängstlichkeit, Essstörungen, Einnässen und Einkoten, aber auch das Kauen der Nägel, Sprachstörungen wie z.B. Stottern, oder Aggressionen können ein Hinweis darauf sein.

Gehäuft treten neurotische Störungen im 3. Lebensjahrzehnt auf.

Frauen sind zumindest bei Angsterkrankungen und Depressiven Verstimmungen meist häufiger betroffen als Männer.