Alkohol Konsumtypen

Diese werden nach Jellinek nachfolgend benannt

 

Der Alphatyp

Beim Alphatyp ist meist geprägt durch ein gewisses depressives und teilweise unsicheres Auftreten.

Der Alphatyp wird Problem- und Konflikttrinkern zugeordnet.

Er neigt, außer gelegentlich psychisch, meist nicht zur Abhängigkeit.

Er ist in der Lage Abstinenz zu üben. Auch seine Kontrollfähigkeit in Bezug auf den Alkoholkonsum bleibt ihm erhalten.

 

Der Betatyp

Beim Betatyp handelt es sich um einen Gelegenheitstrinker, der situationsabhängig, also z.B. bei Feierlichkeiten oder in Gesellschaft, Alkohol trinkt.

Der Betatyp neigt nicht zur Abhängigkeit und auch nicht zum Kontrollverlust. Er ist fähig Abstinenz zu üben.

 

Der Gammatyp

Der Gammatyp wird einem süchtigen Trinker zugeordnet. Er ist nicht in der Lage Kontrolle bezüglich seines Konsums auszuüben. Um die gleiche Wirkung zu erzielen, findet eine Toleranzerhöhung statt. Er ist z.B. im Krankheitsfall z.B. für 2-3 Tage zur Abstinenz fähig, hat hier allerdings ein erhöhtes Risiko bezüglich eines Deliriums. Der Gammatyp unterliegt meist der Abhängigkeit, die erst psychischer Natur ist und dann physisch wahrgenommen wird. Beim Absetzen der Substanz neige er zu schweren Entzugssyndromen.

Der Deltatyp

Beim Deltatyp handelt es sich um einen Gewohnheitstrinker, auch Spiegeltrinker genannt. Er zeigt psychische und physische Abhängigkeitsanzeichen und leidet beim Absetzen der Substanz unter deutlichen Entzugsserscheinungen. Er ist nicht zur Abstinenz fähig und neigt nicht zum Kontrollverlust.

 

Der Epsilontyp

Der Epsilontyp fällt durch sei episodisches Trinken, das meist durch mehrtätigen Exesse verbunden ist, auf. Diese episodische Trinkweise findet man meist bei strengen, und depressiven Persönlichkeiten. Während seiner Exzesse ist der Betroffene nicht in der Lage den Konsum bezüglich der Alkoholmenge sowie Anfang und Ende des Konsums zu kontrollieren. Er ist zur Abstinenz fähig. Der Epsilontyp kann eine Tendenz zum Gammatyp (süchtiger Trinker) entwickel

Der Gamma- (süchtiger Trinker) und der Deltatyp (Gewohnheitstrinker) sind sehr problematisch.

Generell kann der Übergang von einem Trinktyp zum anderen fließend sein.

Man spricht von Suchtkarriere.